Das TGM im Baltikum

Eine Gruppe Schüler und zwei Lehrkräfte des TGM arbeiteten im Rahmen eines EU-geförderten Comenius-Projekts mit dem Agenskalna Gymnasium in Riga und dem Lessing Gymnasium in Berlin als Partner gemeinsam in den Schuljahren 2009/10 und 2010/11 am Projekt „Gesunde Ernährung in einer industrialisierten Welt“. Das Projekt konzentrierte sich auf diverse Einzelaspekte dieses sehr breiten Feldes in naturwissenschaftlicher Hinsicht.

 



Riga ist die Hauptstadt Lettlands. Lettland zählt neben Litauen und Estland zu den drei baltischen Staaten und ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Gemeinschaft. Es hat eine Flagge, die unserer Österreichischen zum Verwechseln ähnelt, und ist Heimat für knapp über zwei Millionen Einwohner.

 

Primäre Arbeitssprache ist Deutsch – für Berliner und Wiener einfach -, doch unsere lettischen Freunde stehen uns darin kaum nach. Das Deutsch der Lehrkräfte ist perfekt, das der Schülerinnen und Schüler beeindruckend. Die Kommunikation läuft gut.

 

Vom 4. bis zum 8. Mai 2010 dürfen neun Schülerinnen und Schüler aus den Klassen der 2AHWE und 2BHWE sowie zwei Begleitlehrkräfte die Tage in Riga verbringen. Wir haben Glück, der Vulkan in Island lässt eine ungestörte Flugreise zu.

 

Das Programm, welches für die deutschen Gäste und uns vorbereitet wurde, ist abwechslungsreich.

 

Mittwoch
Wir besuchen die Schule und haben kurz Einblick in den dortigen Unterrichtsablauf. Wir besichtigen die Firma "Pure Food"  (1994 gegründet) ca. 80 km außerhalb Rigas in der Stadt Pure. Das Unternehmen verarbeitet und verkauft Beeren und Früchte in Form von Zubereitungen für Molkereien, Eisproduzenten und Bäckereien in Lettland, Estland, Litauen, Russland, Finnland, Weißrussland, den USA und Deutschland. Ein kurzer Blick auf die Ostsee und Riga runden den Tag ab.

 

Donnerstag
Frühmorgens starten wir Richtung Jelgava um praktische Arbeiten an der Landwirtschaftlichen Universität durchzuführen. Wir lernen über Brot- und Käseherstellung sowie über die Konservierung von Früchten und Gemüse. Am Nachmittag haben wir Gelegenheit, die sorgfältig restaurierten Räume des Schlosses Rundale im Stil des Barock und Rokoko zu bewundern.

 

Freitag
Wir erfahren, wie typisch lettische Backwaren (u.a. „Süßsaures Brot“) hergestellt werden, machen eine kleine Rundfahrt mit einem „Wikingerschiff“ auf der aufgestauten Daugava, probieren Hanfbutter auf einem ökologischen Bauernhof und hervorragendes Bio-Eis. Der Rest des Tages und der Samstagvormittag stehen für individuelle Rundgänge durch Riga zur Verfügung.

 

Die Stadt Riga war einst Hansestadt und ist heute bekannt für ihre schöne Altstadt und viele Jugendstilbauten. Die Altstadt verfügt über zahlreiche gepflegte Grünflächen und immer wiederkehrende Hinweise auf die jüngere, stürmische Geschichte des Landes bei der Herauslösung aus der ehemaligen Sowjetunion.

 

Samstagabend kehren wir wohlbehalten nach Wien zurück. Wir freuen uns, Menschen aus anderen Ländern kennengelernt zu haben, und sie vielleicht bei unserem nächsten Treffen in Berlin oder Wien wiederzusehen.

 

Die TGM-Studiengruppe bestand aus Viktor Birschitzky, Carola Bremser, Sarah Felber, Alexander Moser, Stefan Rischawy, Maike Sagerer, Niklas Stadler, Miriam Wirnig, Laura Wodon sowie den Lehrkräften Patricia Buchtela-Boskovsky, Heinz Rotter.

 



20.05.2010

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